2010-05-03 * Kommuniqué zur Auflösung von Nordpol Innsbruck *
Nach knapp sieben Jahren Fanclubgeschichte ziehen wir einen Schlussstrich unter das Kapitel Nordpol Innsbruck und geben hiermit die Auflösung der Gruppe bekannt.
Wir können vor der Realität nicht länger die Augen verschließen und müssen uns eingestehen, dass eine Kurve nach unseren Vorstellungen in Innsbruck nicht umsetzbar ist. Für weniger wollen wir uns aber auch nicht hergeben. Andere haben das schon vor uns erkannt, wir mussten es auf die harte Tour lernen.
Die Eskalation im Herbst 2009 hat uns die Grenzen aufgezeigt, dessen was wir in einem Umfeld wie der „Tivoli Nord“ erreichen können und zu ertragen bereit sind. Ebenso ist uns klar geworden, dass unser Standing in der Fanszene zu gering war und unser Weg zu wenig breite Unterstützung fand. Unsere Werte und unser Anspruch, sowohl an die Kurve als auch an uns selbst, stehen im Widerspruch zur Realität auf der Nordtribüne.
Dem Verlust an Substanz, Glaubwürdigkeit und Mentalità versuchten wir uns entgegenzustemmen, einen Kampf um die Kurve wollten wir aber weder führen, noch hätten wir ihn gewinnen können.
Für uns gibt es keinen gemeinsamen Nenner mehr mit den anderen Gruppen auf der Nord, deshalb ziehen wir daraus unsere Konsequenzen und gehen. Wir hatten uns stets vorgenommen, aus der Geschichte zu lernen und nicht die Fehler der anderen zu wiederholen. Nun ist der Zeitpunkt da, ernst zu machen. Wir hatten uns nach der Winterpause nochmals selbst die Chance gegeben, mit einer Neuausrichtung der Gruppe abseits der Nord weiterzumachen. Dieses Vorhaben ist nun jedoch als gescheitert zu betrachten.
Da wir aber kein Interesse haben, den Namen Nordpol Innsbruck aus reinem Selbstzweck künstlich am Leben zu erhalten, um dann in einem langen Leidensprozess würdelos zugrunde zu gehen, treten wir an einem Punkt ab, an dem wir mit Stolz auf unsere Erfolge zurückblicken können und auf eine bewegte Zeit, in der wir der Innsbrucker Fanszene unseren Stempel aufdrücken konnten. Unsere Arbeit spricht für sich, nun mögen andere ihren Worten Taten folgen lassen und zeigen, wie viel sie für Wacker Innsbruck und die Tivoli Nord zu leisten imstande sind.
Innsbruck, Mai 2010
2009-11-03 * Tivoli Nord – Nicht mehr mit uns… *
Kommuniqué von Nordpol Innsbruck
zur Gegenwart und Zukunft der Innsbrucker Fanszene
Spätestens seit dem Spiel vergangenen Samstag gegen Austria Lustenau können und wollen wir die immer eindeutigeren Warnsignale nicht mehr länger ignorieren.
Was sich seit vielen Monaten abgezeichnet hat, ist nun für uns Gewißheit. Die Tivoli Nord ist ein gescheitertes Projekt, unter den momentanen Bedingungen kann es für uns keine Zusammenarbeit mehr zwischen den Gruppen geben und wir distanzieren uns ab sofort von dieser „Kurve“.
Respekt, Toleranz und Solidarität, zentrale Grundwerte einer starken Kurve, werden in Innsbruck ständig mit Füßen getreten. Dies führt zur grotesken Situation, daß die größte Gefahr für die Szene längst nicht mehr von Seiten der Exekutive ausgeht, sondern von den eigenen Fans.
Wir haben in den letzten Jahren mit Abstand am meisten für eine positive Entwicklung der Tivoli Nord beigetragen, waren stets konsensorientiert und haben viele Mißstände zugunsten des „Hausfriedens“ ertragen bzw. die Hierarchien in der Kurve immer respektiert.
Gedankt wurde es uns mit Ablehnung, Provokationen, Diffamierungen und inzwischen auch tätlichen Übergriffen gegen unsere Gruppe. Nun ist das Maß für uns voll, wir wollen nicht länger die „heile Welt“ der Tivoli Nord aufrecht erhalten, sondern endlich unser Schweigen brechen, damit alle wissen, was in Innsbruck wirklich läuft.
Der FCW führt 2:0 auswärts in Lustenau und ist zu diesem Zeitpunkt Tabellenführer. Statt mit uns die Mannschaft zu supporten und den Moment zu feiern ziehen es realitätsfremde IF und junge Emporkömmlinge der VK vor, uns unter anderem im Namen der Freundschaft zu Frankfurt das Alerta! Transparent streitig zu machen, unseren Mitgliedern zu drohen ihre St. Pauli Pullis auszuziehen und letztlich auch unsere Gruppe zu attackieren.
Das Kopfschütteln der beim Spiel anwesenden Frankfurter für diese Aktion spricht Bände.
Überhaupt wird uns ständig vorgeworfen, unsere Kontakte zu Ultrà St. Pauli und Alerta! gefährden die langjährige Freundschaft mit den Ultras Frankfurt. Dabei wird aber verschwiegen, daß es die Verrückten Köpfe waren, die vor vielen Jahren die Kontakte nach Hamburg eingefädelt und gepflegt haben. Unvergessen bleibt der Besuch von gut 15 St. Paulianern in Innsbruck vor 2 Jahren, natürlich auf Einladung der VK. Oder die mehrmalige Teilnahme am Antira-Turnier in Hamburg, wo zum Teil auch jene dabei waren, die jetzt am meisten gegen uns hetzen.
Im Gegensatz dazu haben wir die Freundschaft zu den UF stets respektiert, sie waren und sind bei uns immer willkommen, in der Tat haben wir uns oft um sie gekümmert und sind mehr als einmal für die VK in die Bresche gesprungen. Aber wir haben es gerne getan und uns nie damit gerühmt. Unser Verhältnis zu Frankfurt war und wird immer von großem Respekt geprägt sein, hier kann also keines Falls davon die Rede sein, daß wir diese Freundschaft gefährden.
Weiters stehen wir in der Kritik, zuviel Politik und zuwenig für Wacker Innsbruck zu tun. Ja, wir sind eine Gruppe, die eine antirassistische Gesinnung vertritt und über den grün-schwarzen Tellerrand hinausblickt. Gleichzeitig sind wir ohne Zweifel jene Gruppe, die sich in den letzten Jahren am meisten für den Verein und die Kurve engagiert hat. Den Gegenbeweis soll erst mal jemand antreten. Und nicht unerwähnt bleiben sollte, daß nicht wir die politisch aktive Fankultur in Innsbruck eingeführt haben. Che Guevara läßt grüßen.
Aber damit nicht genug, wir werden für unsere Teilnahme an der gemäßigten Demo gegen den Burschenschafterkommers von jenen übers Internet (!) beschumpfen, die selbst bei der zweiten Demo der Antifa mitmarschiert sind.
Um die Verwirrung komplett zu machen, toleriert die gleiche Gruppe wenige Monate später dann auch Hitlergrüße und andere rechtsradikale Parolen auswärts beim Cupspiel in Schwaz oder bei der Vienna.
Diese Vorfälle sind gewissermaßen symptomatisch für den Status Quo der Tivoli Nord, vor allem auswärts. Früher ging es in erster Linie darum, für Innsbruck einen starken Auftritt hinzulegen. Auch damals war die Gewalt präsent, aber in Maßen und ohne unnötiges Risiko. Inzwischen gibt es kaum mehr ein Auswärtsspiel, bei dem der Konflikt nicht aktiv und mit großem Einsatz gesucht wird. Da es in dieser Liga aber keine ernstzunehmenden Gegner gibt, werden halt unbeteiligte Passanten angepöbelt, der Sektor gestürmt oder die Polizei solange provoziert, bis es „endlich“ kracht. Guter Support reicht nicht mehr, ohne Streß macht ein Auswärtsspiel offensichtlich keinen Spaß, je niveauloser der Auftritt umso besser. Dadurch werden auch Unbeteiligte mit reingezogen, die dann unter den Konsequenzen (zB massiver Polizeieinsatz) zu leiden haben und das Ansehen des Vereins beschädigt.
Wir müssen mit diesen Exzessen leben und erwarten uns daher, daß unsere Eigenheiten, mit denen auch nicht jeder einverstanden ist, akzeptiert werden.
Das sind nur einige Beispiele, um die prekäre Lage in der wir stecken, zu erklären. Zusammengefaßt, wir haben kein Interesse mehr, uns für eine Kurve voll reinzuhängen, in der uns nicht der Respekt entgegengebracht wird, den wir vorleben und uns erwarten dürfen, in der wir angefeindet, bedroht und zunehmend an den Rand gedrängt werden.
Wir werden daher zukünftig nur mehr für uns und den FC Wacker Innsbruck arbeiten und die „Tivoli Nord“ sich selbst überlassen.
Danke für nichts!
Nordpol Innsbruck – authentisch seit 2003
Anmerkung: Um mögliche Spekulationen im Keim zu ersticken halten wir fest, daß wir mit den aktuell vom Verein ausgesprochenen Stadionverboten nichts zu tun haben.
2009-10-24 * NPI Sub Culture Clash - Der Rückblick *
Der große Erfolg unseres NPI Sub Culture Clash Antirassismusfestl hat bei allen, somit auch beim Homepage-Admin Spuren hinterlassen, daher jetzt, spät aber doch, das Update zum Festl.
Fotos zum Nordpol Highlight des Jahres findet ihr, wie üblich unter Fotos 2009/2010.
Ein Resümee aus unserer Sicht gibt es im aktuellen Propaganda Heftchen, das ihr, sofern ihr es beim Hartberg-Spiel verpasst habt, hier downloaden könnt.
Abschließend wollen wir auch hier nochmal die Gelegenheit nutzen, um allen zu danken, die dieses Festl ermöglichten, und den Gästen, dass das Bierstindl aus allen Nähten platzte. Auf ein nächstes...
2009-07-25 * Football - Love is a burning thing... *
Als Reaktion auf das, von der Bundesliga geplanten Pyrotechnikverbot, haben wir es uns nicht nehmen lassen, zum Heimspiel gegen Austria Lustenau ein Spruchband zur Thematik anzufertigen, garniert mit eben diesen corpora delicti. Die Fotos dazu könnt ihr euch hier ansehen.
Wenn ihr mehr dazu wissen wollt, lest euch die Stellungnahme der Faninitiative Innsbruck durch, die von allen aktiven Gruppen der Tivoli Nord unterschrieben wurde.
2009-07-23 * News *
Heute gibts mal wieder ein paar interessante Neuigkeiten für euch.
- Die neuen NPI Schals sind eingetroffen, und ab dem morgigen Heimspiel gegen Austria Lustenau zum Preis von 12,- erhältlich. Neue Buttons könnt ihr euch wieder erwerben.
- Etwas verspätet gibt es hier einen kleinen Text, der aus mehreren Sichtweisen die letzte Saison rekapitulieren lässt, bzw. einen Ausblick auf 2009/2010 gibt.
- Wie ihr schon wisst, findet am nächsten Samstag, dem 1.8.09 das schwere Auswärtsspiel gegen den SCR Altach statt. Wir, NPI, werden dorthin mit dem Zug fahren, und hoffen, dass sich soviele wie möglich ebenfalls dazu entschließen.
Die Tickets müsst ihr euch selbst besorgen (Gruppentickets, Sommertickets, etc.). Wenn ihr dazu, oder zur Fahrt ansich Fragen habt, kommt morgen zu unserem Infostand oder schreibt an auswaerts@np03.com.
Nachdem es nicht einmal mehr 2 Wochen sind, bis zum Saisonstart 2009/2010, wollen wir euch mit der heurigen Ausgabe unseres alljährlichen Nordpol Innsbruck Saisonabschlussvideos schon auf die neue Spielzeit einstimmen.
Wie üblich haben wir ein einem kurzem Film die Highlights unserer Gruppe 2008 und 2009 zusammengefasst.
Damit ihr für die nächste Saison schon planen könnt, gibts hier die (vorläufigen) Termine für die Auswärtsspiele unseres FC Wacker Innsbruck.
Wie gewohnt werden wir bei jeder Auswärtsfahrt vertreten sein. Die genauen Infos zwecks Anfahrt, Kosten etc. werden jeweils rechtzeitig hier auf der Homepage bzw. unter auswaerts@np03.com und am N.P.Infostand unter der Tivoli Nord zu erfahren sein.
Herbst 2009
17.07.09: TSV Hartberg - Wacker Innsbruck
01.08.09: SCR Altach - Wacker Innsbruck
28.08.09: SKN St.Pölten - Wacker Innsbruck
22.09.09: FC Lustenau - Wacker Innsbruck
02.10.09: First Vienna FC - Wacker Innsbruck
16.10.09: Salzburg II - Wacker Innsbruck
30.10.09: Austria Lustenau - Wacker Innsbruck
06.11.09: Austria II - Wacker Innsbruck
20.11.09: FC Gratkorn - Wacker Innsbruck
Frühjahr 2010
05.03.10: Admira - Wacker Innsbruck
19.03.10: FC Dornbirn - Wacker Innsbruck
06.04.10: SCR Altach - Wacker Innsbruck
23.04.10: Austria II - Wacker Innsbruck
04.05.10: Austria Lustenau - Wacker Innsbruck
14.05.10: First Vienna FC - Wacker Innsbruck
28.05.10: Salzburg II - Wacker Innsbruck
2009-06-06 * Demo gegen den rechtsextremen Burschenschafterkommers *
Kein Platz für Rechtsextremismus!
Zwischen 19. und 21. Juni treffen sich in Innsbruck rechtsnationale bis rechtsextreme Burschenschaften um einen „Festkommers“ abzuhalten. Diese Personen und Gruppierungen missbrauchen das Gedenken an die Tiroler Freiheitskämpfe für ihre menschenverachtende Ideologie.
Zu diesem Treffen eingeladen haben schlagende Burschenschafter, die sich im Männlichkeitswahn bei „Mensuren“ mit Säbeln das Gesicht verunstalten und dies als Zeichen von „Ehre“ und „Tapferkeit“ verbrämen.
In ihren Reihen tummeln sich sowohl Rechtsextreme, Nazis und ihre Nachkommen als auch Kriegsverbrecher, Südtirol-Terroristen und von einem „Großdeutschland“ träumende Ewiggestrige. Der dritte Nationalratspräsident Martin Graf etwa, der den „Ehrenschutz“ des Treffens rechtsextremer Burschenschafter in Tirol übernommen hat, ist Mitglied der rechtsextremen Wiener Burschenschaft Olympia.
Gegen die rechtsextremen und rassistischen Umtriebe in Innsbruck gilt es für alle Demokratinnen und Demokraten lautstark die Stimme zu erheben. Das Aktionsbündnis gegen Rechtsextremismus und Rassismus setzt am 20. Juni mit einer großen Demonstration für Freiheit und Demokratie ein gemeinsames Zeichen. Machen Sie mit!
Demonstration gegen den Burschenschafts-Kommers
Samstag, 20. Juni 2009, 15 Uhr Treffpunkt: Landhausplatz, Innsbruck www.kommers2009.at
Wir als Nordpol Innsbruck sind an der Organisation mitbeteiligt, und hoffen natürlich auch auf zahlreiche Teilnahme eurerseits!
Genauere Infos zu der Demonstration, zu den Burschenschaften bzw. zu den teilnehmenden Personen im einzelnen, folgen in den nächsten Tagen auf der Homepage des Bündnisses.
2009-05-20 * Sammy Koejoe Abschiedsaktion *
Um der Schwarz-grünen Legende Sammy Koejoe einen gebührenden Abschied aus Innsbruck zu bescheren, organisierten wir, NPI, beim gestrigen Spiel eine kleine Abschiedsaktion, von der ihr euch hier ein paar Fotos ansehen könnt.
*Update* Ebenfalls online sind jetzt die Fotos von unseren 2 Spruchbändern zu den Themen Olympiaworld und Demo gegen Festkommers.